Station 4: Wallfahrtskirche Maria Bühel

„Wie können wir Frieden in die Welt bringen, wenn wir keinen Frieden in uns haben!“ (Mutter Theresa)

ThemaFrieden mit sich selbst (innerer Friede)
Spruch„Wie können wir Frieden in die Welt bringen, wenn wir keinen Frieden in uns haben!“ (Mutter Theresa)
GruppeMag. Stefanie Mimra – Klinische- und Gesundheitspsychologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Trainerin für Achtsamkeit, bewusste Sprache und Improvisationstheater, Kabarettistin und Buchautorin

Das Labyrinth ist ein Symbol für dich und dein Leben.

Sei mutig. Steig ein. Betritt das Labyrinth und beobachte dich auf dem Weg in deine Mitte. Was macht dein Verstand? Wie fühlst du dich? Gelingt es dir, mit deiner Aufmerksamkeit bei dir und deinen Schritten zu sein, oder denkst du daran, ob dir jemand zusieht und was die anderen wohl über dich denken?

Sei mutig! Das Labyrinth ist eine interessante Selbsterfahrung.

Steig ein und beobachte dich. Beobachte, was die Wege des Labyrinths mit dir machen..

Gedanken zur Station:

Betritt mit einem der folgenden Gedanken erneut das Labyrinth:

1. Die Linien des Labyrinths:

Die Linien führen dich. Lass dich führen. Die Linien des Labyrinths sind deine innere Führung, dein göttliches Bewusstsein, das dich hält, damit du auf dem Weg bleibst. Spür die Linien, wie sie dich führen.

2. Die gleiche Luft:

Deine Schritte sind die gleichen, egal, wo im Labyrinth du dich befindest. Die Luft, die du atmest, ist am Rand des Labyrinths die gleiche, wie die in der Mitte. Die Luft ist die gleiche, wie die der anderen, die ihr eigenes Labyrinth bestiegen haben. Sei dir dessen bewusst.

3. Perspektivenwechsel:

Du siehst eine Linie auf dich zukommen. Diese Linie ist eine Hürde. Sie stellt ein Problem in deinem Leben dar. Der Weg scheint zu Ende zu sein. Oder gilt es, die Hürde zu überwinden? Du irrst. Wenn du den Blick und die Richtung änderst, geht dein Weg weiter. Nimm eines deiner Probleme mit ins Labyrinth und entdecke neue Perspektiven.

4. Überraschungen:

Du glaubst, das Ziel liegt nah vor dir. Doch du irrst. Labyrinth heißt vermutlich deshalb „Irrgarten“. Bleibe flexibel. Vertraue den Linien und genieße die neuen Wendungen.

5. Schritt für Schritt:

Sei mit deiner Aufmerksamkeit immer in diesem einen Schritt. Kombiniere deinen Atem mit den Schritten. Einatmen – linker Fuß, ausatmen – rechter Fuß. Entschleunige deine Schritte. Sei im Hier und Jetzt.

Beobachte, wenn dein Verstand in die Zukunft schweift und dir suggeriert, dass du doch endlich schon am Ziel sein solltest. Hole ihn sanft wieder zu deinem Atem und deinen Schritten zurück. Jetzt gehen!

6. Gleichmut:

Übe dich während des Gehens in Gleichmut, dem Nicht-Werten. Vergleiche dich nicht mit anderen. Vergleiche dich nicht mit früher. Jeder Vergleich führt augenblicklich ins Bewerten und Urteilen und damit in den Unfrieden.

Es gibt keine Bewertung ohne vorausgehenden Vergleich. Deshalb übe dich darin, nicht zu vergleichen. Nimm wahr, ohne es anders haben zu wollen. Erlaube dir selbst, so zu sein, wie du jetzt bist. Sei einverstanden mit dir und deinem Leben.

7. Geschützt:

Das Labyrinth ist ein sicherer Ort. Egal, ob Menschen dir dabei zusehen und was du denkst, dass sie denken mögen: Du bist geschützt in diesem Labyrinth, das du selbst bist! Genieße diesen Schutz. Falls jemand mit dir gemeinsam das Labyrinth betritt, dann übe dich in Gleichmut.

8. Teile deinen Weg mit anderen:

Beobachte, was sich verändert, wenn noch jemand außer dir das Labyrinth betritt. Möglicherweise fühlst du eine kleine Verletzung deiner Grenzen, weil du denkst, dass es dein Labyrinth ist und du ein Recht darauf hast, es alleine für dich zu betreten. Wann im Leben geht es dir so?

Teile das Lebenslabyrinth bewusst mit anderen und beobachte dich dabei. Wann möchtest du jemanden überholen? Kommst du aus dem Gleichgewicht, wenn dir jemand begegnet? Bleib mit der Aufmerksamkeit zu 50% bei dir und zu 50% in deiner Umgebung.

9. In(ne)halt(en):

Halte ab und zu inne und betrachte die Gegend aus den verschiedensten Blickwinkeln. Innehalten bringt innen einen Halt und führt zu einem Inhalt!

10. Mitte:

Achte auf mögliche Inspirationen, die du auf dem Weg durch das Labyrinth oder/und in der Mitte geschenkt bekommst. Erlaube dir, so lange in der Mitte zu verweilen, wie es dir guttut. Danach spring aus dem Labyrinth heraus oder geh den Weg in deinem Tempo zurück.

11. Friede sei in mir:

Nimm z.B. folgendes Mantra mit auf den Weg. Wenn du einatmest und dabei den linken Fuß nach vorne setzt, denk: „Friede sei..“. Wenn du ausatmest und den rechten Fuß nach vorne setzt, denk: „..in mir!“ Lächle dabei.

Friede sei in dir!

Mag. Stefanie Zauchner-Mimra:

„Ich liebe das Labyrinth, seit ich denken kann. Das Geschicklichkeitsspiel als Kind, das Gesellschaftsspiel als junge Mutter und jedes Labyrinth, das ich in einem Garten oder Park entdecken und durchgehen durfte. Ich freue mich, dass es in meiner Heimat Maria Bühel eines gibt! Es erinnert mich daran, ab und an das achtsame Gehen zu praktizieren. Danke!“

Wegimpulse und Fragen

Woher komme ich, wo bin ich, wohin bin ich unterwegs?

Warum gibt es keinen schnellen direkten Weg zum inneren Frieden, bzw. zur inneren Ruhe?